Cloud Sync Service

Ebenfalls bietet Mega.nz im Gegensatz zu Megaupload
einen Cloud Sync Service an, ähnlich wie Google Drive oder Dropbox.
Dieser ist hauptsächlich an professionelle Nutzer gerichtet und
erlaubt es, jedes internetfähige Gerät mit dem Mega-Account zu
„synchronisieren“. Nach der Synchronisation kann man nun mit
diesem Gerät auf Mega.nz und alle Features, auch mit Mobilgeräten,
zugreifen und Dateien auch von einem Gerät zum Anderen versenden.
Interessanterweise bezeichnet sich Mega.nz selbst hierbei nicht als
Filesharing-Seite, sondern als „sicheren Cloud Service“,
vermutlich, um sich nur noch stärker von Megaupload zu distanzieren.

Doch der ausschlaggebendste Unterschied zwischen den
beiden Webseiten ist bei Weitem die Art und Weise, mit der Mega.nz im
Vergleich zu Megaupload.com mit den Daten umgeht, die User auf die
Seite stellen.

Während Mega.nz sich stark von seinen Nutzern
distanziert und mithilfe von Enkryptionsmethoden und
Sicherheitsmaßnahmen dafür sorgt, dass Alles, was Nutzer auf die
Seite hochladen sicher bleibt, aber nicht kontrolliert, um was es
sich dabei handelt, so wurde Megaupload dafür berühmt und
berüchtigt, Nutzer zu illegalen Aktivitäten beinahe anzuspornen.
Beispielsweise bekamen Nutzer Boni in der Form von Premium-Zugang zu
gesperrten Dateien, wenn sie eine bestimmte Menge an Daten wie
Raubkopien von Filmen oder Musik illegal weiterverbreiteten.
Natürlich galten diese Boni auch für legales Teilen von anderen
Dateien, doch den Betreibern hinter Megaupload wurde schnell davon
bewusst, dass ihre Webseite größtenteils für zwielichtige Zwecke
genutzt wurde und animierten Nutzer dazu, möglichst „große
Mengen—wie lange Video– oder Musikdateien“ hochzuladen. Es ist
nur zu offensichtlich, was damit gemeint wurde. Etwas, das zum Ende
von Megaupload.com und zu einem der größten Internetskandale bisher
im Jahr 2012 führte.

Fazit

Wie Sie hoffentlich erkannt haben, sind Mega.nz und
Megaupload.com zwar ähnliche acceso Seiten bei grober Betrachtung,
unterscheiden sich jedoch stark im Detail, insbesondere in der Art
und Weise, wie sie im ethischen Sinne mit dem angebotenen Inhalt
umgehen.

Zwar haben Sie heutzutage nicht mehr die Qual der
Wahl zwischen den Beiden—schließlich existiert Megaupload seit 5
Jahren nicht mehr—aber sich einen Überblick über diese Seiten zu
verschaffen, stellt Wissen über einen wichtigen Teil der Geschichte
des Internets dar.

Obwohl Mega also als Nachfolger von Megaupload dienen
sollte, hat es dieses Versprechen nicht ganz erfüllen können.

Vielleicht ist das ja auch gut so. Trotzdem braut sich etwas am
Internethorizont zusammen, denn Kim Dotcom hat bereits verkündet,
dass er Megaupload—nicht als Mega.nz—endlich wiederbeleben will,
und zwar so, wie es damals im Jahr 2005 gewesen ist. Details wurden noch nicht veröffentlicht, doch einige Andeutungen gab es bereits. So sollte die neue Webseite die zwielichtige und oft kritisierte Währung Bitcoin nutzen und alle alten Accounts von Megaupload.com vor der Schließung 2012 sollen reaktiviert werden. Oder, in anderen Worten: Es sieht so aus, als würde Kim Dotcom Mega wieder in Richtung Grauzone steuern, sicher können wir uns aber noch nicht sein.

Wir können nichts tun außer einfach abwarten und schauen, ob er diesmal
wirklich seine Versprechen erfüllen kann.

Und ob wir das überhaupt wollen.

Wie sehr unterscheiden sich die Preise?

Preise hierfür lagen bei einigen wenigen Euro pro
Datei bis hin zu etwa 20€ oder mehr für teurere
Filehosting-Dienste.

Und hierin besteht schon der erste große Unterschied
zwischen Mega und Megaupload.

Während Megaupload User dazu zwingt, für den
Download bestimmter Dateien zu zahlen, tut Mega dasselbe, nur für
den Upload.

User besitzen nämlich nur ein limitiertes
Datenvolumen für das Hochladen von Dateien. Wird dieses Volumen
überschritten, so muss der User für das zukünftige Hochladen von
Dateien ein Abonnement abbezahlen. Wenn das durch das Abonnement
freigegebene Datenvolumen aufgebraucht ist, muss der User ein noch
teureres Abonnement anlegen, um noch mehr Datenvolumen
freizuschalten. Das standardmäßige Datenvolumen beträgt 10 GB, das
kostengünstige „Pro“-Abo schaltet bis zu 4 TB für etwa 8€ pro
Monat frei, während die kostspieligere „Business“-Option mehr
als 100 TB an Datenvolumen erlaubt, allerdings im Austausch für 40€
pro Monat. Allerdings bietet Mega.nz auch eine Option, um kostenlos
das Datenvolumen zu steigern. Hierfür muss man Mega.nz und andere
relevante Inhalte auf sozialen Medienplattformen wie Facebook und
Twitter mit Freunden teilen und weiterverbreiten. Auf diese Weise
kann man das standardmäßige Volumen von 10 GB auf maximal 50 GB
erhöhen. Dieses gesamte Konzept folgt dem Stil von Dropbox und
anderen modernen Filesharing-Diensten und war zur Zeit von
Megaupload.com noch nicht existent.

Ein weiterer Punkt, in dem sich die beiden Seiten
unterscheiden, ist Social Networking (https://www.share-online.biz/register/free).

Während Megaupload.com sich hauptsächlich auf den
„Mega Manager“, einen dedizierten Download Manager spezifisch für
Megaupload-Downloads sowie für Tochterwebseiten wie Megavideo, einen
Cloudservice für Videodateien, für effektives Marketing außerhalb
der Webseite selbst verließ, so verbindet Mega.nz sich selbst mit
Dutzenden von Apps und Add-Ons.

Ein Beispiel wären die vielen MEGA Mobile Apps für
Smartphones, die den Mega.nz-Nutzen und die Verwaltung des
Mega-Accounts mithilfe eines Handhelds erlauben. Zusätzlich
existiert noch ein sogenannter MEGA Email & Chat-Service, ein
komplett integrierter und einsatzfähiger Chatting-Dienst ohne Kosten, der mit
Mega.nz verbunden ist und Usern erlaubt, sich über alle möglichen
Themen abseits des Datenaustauschs zu unterhalten.

Megaupload und Mega — Wie ähnlich sind sie wirklich?

Wie ähnlich sind sie sich
wirklich?

Bildergebnis für file shareViele kennen die Geschichte von Kim Dotcom und
Megaupload, dem deutschen Entrepreneur, der eine der lukrativsten
Webseiten in der gesamten Geschichte des Internets schuf, nur um sie
wieder zu verlieren. Doch nicht so viele kennen die Geschichte von
Mega.co.nz, Dotcoms neue Webseite, die als Nachfolger von Megaupload
dienen soll. Und noch weniger kennen die Unterschiede zwischen den
beiden Seiten.

Dafür sind wir hier. Wir werden sowohl das ehemalige
Megaupload.com als auch Mega.co.nz, inzwischen umbenannt in Mega.nz,
analysieren und vergleichen, um festzustellen, ob Mega wirklich ein
wahrer Nachfolger des Originals genannt werden kann oder ob sie sich
nur im Namen ähneln.

Der Test

Eine Sache vorweg: Vom groben Sinn und Zweck her
gleichen sich beide Seiten fast völlig.

Sowohl Mega.nz als auch Megaupload sind als
Filesharing-Webseiten konzipiert und funktionieren ähnlich wie
andere populäre Dienste, etwa 4Shared oder MediaFire zum Beispiel.

User können Daten auf die Webseite hochladen und
schließlich für alle anderen User zum kostenlosen Download
freigeben. Der Sinn und Zweck des Ganzen ist es, einen konstanten Strom an immer mehr werdenden Dateien zu erzeugen, denn mehr Dateien bedeutet mehr neugierige Downloader, die früher oder später selbst zu Uploadern werden und so das ganze System weiter ankurbeln.

So einfach ist es natürlich nicht ganz, schließlich muss man ja auch davon Geld verdienen können. Dafür gab es auf
Megaupload eine Art Premiumfunktion, ein relativ häufig
vorkommendes Feature bei solchen Webseiten.

Das bedeutet, dass bestimmte Dateien den Nutzern
verweigert wurden. Diese konnten dann nicht auf kostenlose Weisen
heruntergeladen werden und mussten erstmal freigeschaltet werden.

Dateien wurden natürlich nicht willkürlich
gesperrt, im Gegenteil, Megaupload besaß einen kompletten
Algorithmus, der ausschließlich für die Verwaltung der
„Premium-Dateien“ zuständig war. Zusammengefasst kann man mit
Recht behaupten, dass die am öftesten heruntergeladenen und größten
Dateien jene waren, die auch am häufigsten gesperrt wurden. Vor dem
Download dieser Dateien durfte man sich entscheiden, ob man lieber
nur für jene bestimmte Datei zahlen oder ein monatliches Abonnement
anlegen möchte, das dann für die angegebene Zeitspanne alle Dateien
oder eine bestimmte Anzahl an Dateien freigibt.